Französische E-Invoicing-Pflicht
Factur-X & E-Invoicing — vollständiger Leitfaden für Unternehmen in Frankreich
Frankreich führt ab 2026 schrittweise eine obligatorische B2B-E-Invoicing-Pflicht ein. Alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen müssen strukturierte elektronische Rechnungen über eine registrierte Plattform ausstellen und empfangen.
Was ist die obligatorische E-Invoicing-Pflicht in Frankreich?
Ab 2026 müssen alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in Frankreich B2B-Rechnungen in einem strukturierten elektronischen Format ausstellen und über eine registrierte Plateforme de Dématérialisation Partenaire (PDP) empfangen. Die beiden Hauptformate sind Factur-X (ein hybrides PDF mit eingebetteter XML, vergleichbar mit ZUGFeRD in Deutschland) und UBL/CII (reines XML). Die öffentliche Rechnungsstellung an den Staat nutzt bereits Chorus Pro.
Zeitplan der französischen E-Invoicing-Einführung
Das Mandat gilt für alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen. Der Empfang ist für alle ab dem ersten Tag verpflichtend; die Ausstellung erfolgt schrittweise nach Unternehmensgröße.
Ab 2026
Ausstellung: Großunternehmen
Großunternehmen (Umsatz > 1,5 Mrd. € oder mehr als 5.000 Mitarbeiter) müssen ab dem Start des schrittweisen Rollouts strukturierte Rechnungen ausstellen.
Ab 2026
Empfang: alle Unternehmen
Alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen — unabhängig von der Größe — müssen ab dem ersten Tag der Einführung in der Lage sein, strukturierte E-Rechnungen zu empfangen.
Ab 2027
Ausstellung: KMU & Kleinstunternehmen
Mittelständische Unternehmen (250–5.000 Mitarbeiter) und anschließend KMU und Kleinstunternehmen müssen E-Rechnungen ausstellen. Die DGFiP bestätigt die genauen Termine schrittweise.
Wen betrifft die französische E-Invoicing-Reform?
Alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen
Jedes Unternehmen mit einer französischen USt-IdNr. ist betroffen — SARL, SAS, auto-entrepreneur, SCI oder ein ausländisches Unternehmen mit französischer Umsatzsteuer-Registrierung. Die Pflicht umfasst sowohl die Ausstellung als auch den Empfang strukturierter Rechnungen.
Auto-entrepreneurs und Kleinstunternehmen
Umsatzsteuerpflichtige Auto-entrepreneurs müssen E-Rechnungen über eine PDP ausstellen, wenn ihre Unternehmensgrößenklasse erreicht ist. Nicht-umsatzsteuerpflichtige Auto-entrepreneurs (Franchise en base) sind nicht betroffen.
Ausländische Unternehmen mit französischer Umsatzsteuernummer
Nicht-französische Unternehmen mit einer französischen USt-IdNr. für B2B-Transaktionen mit französischen Kunden müssen ebenfalls konform sein. Ihre Rechnungssoftware muss mit einer registrierten PDP verbunden sein.
Bausektor
Bau- und Immobilienunternehmen nutzen Chorus Pro bereits für öffentliche Aufträge. Private B2B-Rechnungen werden unter dem privaten Mandat auf das strukturierte Format umgestellt.
Was eine konforme Rechnungssoftware leisten muss
Factur-X- oder UBL/CII-Rechnungen generieren
Software muss Rechnungen in Factur-X (hybrides PDF + eingebettete XML) oder reinem XML-Format (UBL, CII) ausgeben. Nur-PDF- oder Word-Rechnungen erfüllen die strukturierte Datenanforderung nicht.
Verbindung zu einer registrierten PDP
Rechnungen müssen über eine akkreditierte Plateforme de Dématérialisation Partenaire (PDP) übermittelt werden. Software sollte mit mindestens einer PDP integriert sein oder selbst als PDP fungieren.
DGFiP-E-Reporting für vorausgefüllte TVA
E-Rechnungen speisen die vorausgefüllte TVA-Erklärung der DGFiP. Software muss die erforderlichen Transaktionsdaten übertragen, damit CA3-Erklärungen korrekt vorausgefüllt werden können.
Unveränderliche Archivierung für 10 Jahre
Rechnungen müssen 10 Jahre im ursprünglichen strukturierten Format archiviert werden. Software muss einen unveränderlichen Prüfpfad über Erstellung, PDP-Übertragung und Empfangsbestätigung führen.
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Französisches E-Invoicing — häufig gestellte Fragen
- Was ist Factur-X?
- Factur-X ist der deutsch-französische E-Invoicing-Standard (in Deutschland als ZUGFeRD 2.x bekannt). Es handelt sich um ein hybrides PDF-Dokument mit einer eingebetteten XML-Datei, die alle strukturierten Rechnungsdaten enthält. Das PDF ist für Menschen lesbar; die XML wird automatisch vom Buchhaltungssystem des Kunden verarbeitet.
- Was ist Chorus Pro und ist es dasselbe wie das B2B-Mandat?
- Chorus Pro ist die französische Regierungsplattform für die elektronische Rechnungsstellung an öffentliche Einrichtungen (B2G). Sie ist bereits für alle Unternehmen, die an den Staat verkaufen, verpflichtend. Das neue B2B-E-Invoicing-Mandat erstreckt sich auf private Rechnungen, jedoch über registrierte PDP-Plattformen statt über Chorus Pro selbst.
- Muss ich meine Rechnungssoftware wechseln?
- Wenn Ihre aktuelle Software nur PDF-Rechnungen generiert, ja — Sie benötigen Software, die Factur-X- oder UBL/CII-Format produziert und Rechnungen über eine registrierte PDP weiterleitet. Finovo generiert Factur-X-Rechnungen und baut PDP-Konnektivität für den B2B-Rollout auf.
- Betrifft die Reform Auto-entrepreneurs?
- Umsatzsteuerpflichtige Auto-entrepreneurs müssen E-Rechnungen über eine PDP ausstellen, wenn ihre Größenklasse erreicht ist. Nicht-umsatzsteuerpflichtige Auto-entrepreneurs (Franchise en base) sind nicht im Geltungsbereich des B2B-E-Invoicing-Mandats.
Vorbereitung auf das französische obligatorische E-Invoicing
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